Zwei Arten von Nazis sind zu unterscheiden: die Fremd-Nazis
und die einheimischen Nazis.
Die Fremd-Nazis sind böse.
Hier das Treiben unhessischer Fremd-Nazis auf dem Marktplatz
in Gladenbach am 17.4.2004. Kay Diesner der Zweite (siehe unten)
latscht bei solchen Demos mit der Aufschrift BERLIN herum.
Die einheimischen Nazis gibt es erstens gar nicht und zweitens
sind sie gut.
Der Gladenbacher Marktplatz kurz vor der Nazi-Demo am 17.4.2004.
Wir bemerken eine entzückende Gefälligkeit
der einheimischen Kfz-Zulassungsstelle. MR bedeutet
Marburg.
Wenn die Fremd-Nazis demonstrieren, lässt der hessische
Polizeiminister die Polizei aufmarschieren und signalisiert (den Medien)
Entschlossenheit bei der Verteidigung des demokratischen
Rechtsstaats.
Bei den Nazi-Demos im Landkreis Marburg-Biedenkopf am 17.4.2004
sorgten 1800 Polizeibeamtinnen und -beamten bei 1000 Demonstrantinnen
und -tranten (Faschos und Antifa zusammen) für Ruhe und Ordnung.
Wenn einheimische Nazis zuschlagen, verhalten
sich die einheimischen Behörden wie
Polizeisprecher Martin Ahlich
oder tun gar nichts.
Die einheimischen Nazis engagieren sich in
Vereinen, die im
einheimischen Amtsgericht eingetragen sind, und übernehmen
Ehrenämter. Die Fremd-Nazis werden von Christian Worch aus
Hamburg gesteuert.
Die Journalisten vertrauen den einheimischen Behörden
und können die Wahrheit nicht schreiben, weil sie Kinder haben.
Nachdem die nazistischen Ausschreitungen im Landkreis
Marburg-Biedenkopf nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden und
die Türken als Sündenböcke nicht mehr herhalten
können, wird jetzt so getan, als würden die Probleme von
Fremd-Nazis importiert.
Das Aktionsbüro Mittelhessen in 35287 Amöneburg-Roßdorf,
Am Mühlrück 14, ist den Fremd-Nazis zuzurechnen.
Das Haus sieht aus wie ein kleines Fort und ist schwarz, weiß und rotbraun
wie die NSDAP-Parteifahne. Die Personen drum herum gehören eindeutig
zur rechtsextremen Szene.
Wenn man früher (5.2.2004) bei DENIC nachforschte,
wem die Domain ab-mittelhessen.de gehört, kam
Am 11.2.2004 schlug ich einem WDR-Kamerateam vor,
das Aktionsbüro Mittelhessen zu erkunden.
Gegen 15:45 waren wir aufgebaut. Ich stand auf dem
Bürgersteig gegenüber Mühlrück 14, vor mir das
Fernsehteam mit Kamera und Mikrofon, und habe erklärt,
was es mit dem Aktionsbüro Mittelhessen auf sich
hat: Organisator immer
größerer Nazi-Demos im Landkreis Marburg-Biedenkopf,
Nähe zur verfassungswidrigen FAP, "sozialistisch-national",
Verstöße gegen das Teledienstgesetz und Volksverhetzung.
Plötzlich kommt eine dürre Elendsgestalt aus dem Fort geschossen,
ganz in Schwarz und vermummt. Kay Diesner der Zweite zetert, wir
sollten unsere Ausweise zeigen und attackiert den Kameramann, drückt
die Kamera runter und will sie schließlich ganz wegnehmen.
Diesner II benimmt sich wie ein Polizeibeamter.
Die Mikrofonfrau bekommt Angst.
Unter der Vermummung hat Diesner II riesige Akne-Narben. Er wirkt nicht
intelligent. Eigentlich ein armer Mensch. Wenn er nicht seinen Nazi-Schmutz
ausbreitete, hätte ich nichts gegen ihn.
Diesner II stellt seine Tätlichkeiten ein, als er mich wahrnimmt,
und sagt artig: "Guten Tag, Herr Brosa". Ich habe ihn zuvor nicht gesehen.
Er zieht ein Handy aus der Tasche, erzählt, er würde
jetzt seine Leute holen, und tut wichtig.
Wolfgang Minder, der Regisseur
des Kamerateams, ruft die Polizei an: Wir würden von einem
Rechtsradikalen bedroht und bräuchten Schutz. Das war etwa
um 16 Uhr.
Danach mussten wir auf die Polizei warten. Der Kameramann
sagt: "Das kennen wir schon." Die Mikrofonfrau hat Angst.
Diesner II fing an zu reden. Er erzählte Minder erst,
er kenne mich nicht. Als Minder ihn fragte, woher er
meinen Namen wüsste: "Aus der Nachbarschaft."
Diesner II wollte erst auch nichts von Diesner I gewusst haben,
meinte aber dann, wir sollten
in Lübeck
nach ihm fragen. Das Aktionsbüro Mittelhessen habe es
nie gegeben, höchstens das Aktionsbündnis
Mittelhessen. Schließlich lädt uns Diesner II
als Mann von Welt zur Nazi-Demo am 21.2.2004 nach
Gladenbach ein. Gladenbach liegt dicht bei Marburg.
Etwa nach 25 Minuten erscheint ein silberner BMW MR-XT 137,
ein Angeberauto. Diesner II ruft: "Das sind sie!"
Die Mikrofonfrau hat Angst.
Das Angeberauto aber fährt an uns vorbei. Es kommt nach
fünf Minuten zurück. Es wird rechtswidrig auf dem Gehweg geparkt.
Zwei Männer springen heraus, die sich nicht ausweisen, aber
forsch tun. "Sie sind Polizist?" frage ich den Älteren.
"Das bin ich", sagt er, "und Sie sind Dr.Brosa!"
Auch dieser Mann war mir bis dahin unbekannt.
Der mutmaßliche Zivilpolizist verbietet dem Kamerateam zu filmen,
besonders ihn, seinen Kollegen und das Angeberauto.
Wolfgang Minder redet mit ihm lange und macht ihm klar,
dass er, Minder, der Regisseur sei und ein Recht darauf habe
auf öffentlichem Gelände zu filmen. Der Mutmaß-Zipo
gibt schließlich nach und gebietet Diesner II, den er
als "Herr Mann" anredet, uns in Ruhe zu lassen. Danach
fährt das Angeberauto schnell weg.
Diesner II blieb. Er ließ uns nicht in Ruhe. Er stellte sich
hinter uns und drängte sich auf. Als wir die Position
wechselten, verfolgte er uns. Wir sind schließlich zum
WDR-Bus zurückgegangen, dicht hinter uns immer
Diesner II, der behauptete: "Ich muss das für meine
Sicherheit tun."
Doch vor dem WDR-Bus trennten wir uns. Diesner II
verfolgte den Kameramann und wollte auf einmal
gefilmt werden. Währenddessen konnte ich
mit Dörflern reden. Sie sagten, in der Ortsmitte
seien drei Polizeiautos aufgefahren. Sie, die Dörfler,
hätten sich aufgemacht, weil sich herumgesprochen
hätte, das Fernsehen sei da.
Im WDR-Bus rief Wolfgang Minder den Polizeisprecher
an und beschwerte sich über das Verhalten der
Zivilstreife.
Alles geschah so, als hätte ich vorher die Polizei angerufen:
Nachtrag:
Horst Mahler ist jener Rechtsanwalt, der sich als Fleischwerdung
des Hegelschen Weltgeists begreift und seine Widersacher
mal von links, mal ganz von rechts überholen möchte.
Das Problem Mahlers ist das der meisten Rechtsextremen: Sie wollen
sich unendlich wichtig tun, aber haben nicht besonders viel Grips.
Gemeinsam mit Guido Westerwelle und anderen Mitgliedern des
Bundestags gehöre ich zu den Begnadeten, die vom Horstchen mit
E-Schriftstücken beglückt werden. Er zeigt uns Briefe an
den "lieben Otto" (Schily) und kann sich mit antisemitischer Hetze
gar nicht genug tun. Manchmal schlabbert mir das liebe Horstchen
die Mail-Box voll.
Mit einer seiner Massen-Mails hat Mahler eine Sendung des
Aktionsbüro Mittelhessen weitergeleitet.
Interessant sind die darin enthaltenen Adressen. Die E-Mail
ist ein Beweis dafür, dass Diesner II ein Fremd-Nazi ist,
dass "Aktionsbündnis Mittelhessen" eigentlich
Aktionsbüro heißt und es sich dabei um eine
rassistische Neonazi-Organisation handelt. Letztes zeigt sich
am deutlichsten beim Nationalen Info-Telefon. 14
bezieht sich auf die fourteen words und 88
bedeutet Heil Hitler.
Der Mann, der dort wohnt, hat viele verschiedene Namen wie ein V-Mann.
In den Medien heißt er Manuel Mann, manchmal Manfred Mann.
Im Telefonbuch und an der Haustürklingel steht Kurt Spohner.
Name: Kay Diesner
Address: Am Muehlrueck 14
City: Amoeneburg
Pcode: 35287
raus.
Kay Diesner ist dreifacher Mörder mit besonders schwerer Schuld.
Laura Benedict: Sehnsucht nach Unfreiheit. Der Fall Kay Diesner und die
rechte Szene. edition ost. Berlin 1998.
Um sicher zu gehen, ob im Mühlrück nicht ein anderer
Kay Diesner wohnt, habe ich den Amöneburger
Bürgermeister gefragt und nach einigem Hin und Her
die Auskunft erhalten, in Amöneburg sei überhaupt
kein Kay Diesner gemeldet. Schaut man heute (8.6.2004) bei
DENIC nach, wird als
Besitzer der Domain Marco Weber genannt. Provider war früher
HostEurope in Köln, heute Domainfactory in Ismaning. Bayern ist halt
sicherer als Nordrhein-Westfalen.
"So, morgen bringe ich ein Fernsehteam
in den Mühlrück. Die wollen einen Blödel-Film
über Polizeibeamte und Nazis drehen. Also bitte benehmt euch
entsprechend! Und gebt Diesner II Bescheid, damit er ordentlich
zetert und hampelt!"
Doch ich schwöre: Die Szenen mit Diesner dem Zweiten und
den Mutmaß-Zipos waren nicht gestellt.
From: "Horst Mahler" <hm@deutsches-kolleg.org>
To: "Adelaide Institute" <info@adelaideinstitute.org>
Subject: Rudolf Heß soll zum zweiten Male ermordet werden -
Am 21. Augsut 2004 auf nach Wunsiedel!
Date: Mon, 9 Aug 2004 13:13:34 +0200
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Aktionsbüro Berlin [mailto:abueromd-bln@nwbb.org]
Gesendet: Montag, 9. August 2004 13:30
An: KS-Weserbergland@gmx.de; KS-Schwerin@metropolis.de; Kam. Germania Wien;
Kam. Bergstrasse; Kam. Prenzlau; Kam. Tor Berlin; jugend-wacht;
jlo-muenchen@gmx.de; jlomeckpomm@gmx.de; Kameradschat Leipzig; IZAN;
IG-Taten-statt-Worte@gmx.net; hsn-gestaltung@gmx.de; ho-wi@gmx.net;
honey110@gmx.de; hm@horst-mahler.de; Horst Mahler; Jerome Sachs; Jürgen
Gerg; Karola Nachtigall; Helmut Gorßberg; INI Aufbau; Kam. Schwerin;
Berliner Alternative
Betreff: Fw: Unbekannte verwüsten Heß-Grab
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: "Aktionsbündnis Mittelhessen" <info@ab-mittelhessen.de>
An:
Gesendet: Sonntag, 8. August 2004 14:03
Betreff: Unbekannte verwüsten Heß-Grab
> Sehr geehrte/r Empfänger/in,
> Sehr geehrte/r Inhaber/in der Adresse abueromd-bln@nwbb.org,
>
>
> der nachfolgende Text wurde heute bekannt, den wir hiermit unzensiert
weitergeben:
>
> Unbekannte verwüsten Heß-Grab
>
> Unbekannte Täter haben in der Nacht zum gestrigen Freitag auf dem
Wunsiedler Friedhof das Grab von Rudolf Heß verwüstet. Mit roter Farbe
wurden Vorder- und Rückseite des Grabsteins beschmiert. Außerdem rissen der
oder die unbekannten Täter einen Teil der Anpflanzung heraus und warfen sie
neben die Grabanlage. Den Parolen nach zu urteilen, könnte es sich um
Chaoten der so genannten linken Szene handeln. Die Polizei wollte lediglich
bestätigen, dass in der Angelegenheit ermittelt wird. Behörden und
Wunsiedler beförchten, dass der Vorfall den alljährlichen August-Aufmärschen
neuen Zündstoff liefert. Seit Jahren ist die Festspielstadt rund um den 17.
August - dem Todestag des "Führer-Stellvertreters" - Sammelpunkt Tausender
von Rechtsradikalen. Ein weiteres Problem der Ordnungskräfte sind
Extremisten vom anderen Ende der Skala, die in Wunsiedel die offene
Konfrontation suchen. Weil beide gewaltbereiten Gruppen in der kleinen Stadt
kaum zu trennen sind, galt jahrelang ein generelles Versammlungsverbot.
Nachdem sich die Rechtsradikalen vor Gericht durchgesetzt hatten, darf seit
2001 in Wunsiedel wieder marschiert werden. Seit zwei Jahren wehren sich die
Wunsiedler mit friedlichen Aktionen gegen die unerbetenen Gäste. Auch in
diesem Jahr wird es unter dem Motto "Wunsiedel ist bunt nicht braun" wieder
solche Aktionen geben. TEXT UND FOTO: JOACHIM DANKBAR
>
> Quelle:
http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/fichtelgebirge/resyart.phtm?i
d=3D666641&PHPSESSID=3D2e55fcfa054e9ba5c651b32838b0b89b
>
> Ein Bild des verwüsteten Grabes ist unter dem Quelle-Link abrufbar.
>
> Mehr auf unserer Internetseite www.ab-mittelhessen.de
>
> Auf zum Gedenkmarsch für Rudolf Hess am 21. August!
>
>
>
> Mit dem besten Gruß aus Mittelhessen,
> Ihr
>
> Aktionsbündnis Mittelhessen
>
>
> Unsere Internetseite:
> www.ab-mittelhessen.de
> oder unter
> www.aktionsbuero-mittelhessen.de.vu
>
> Kontakt:
> info@ab-mittelhessen.de
>
> Unser Nationales Info-Telefon:
> 0700-14 88 00 00 (1 Einheit pro Anruf)
>
>
> --------------------------------------------------
> Du erhällst diese Mail da du dich in unseren
> Verteiler eingetragen hast. Falls du aus dem
> Verteiler gelöscht werden möchtest, besuche
> unsere Internet-Seite unter www.ab-mittelhessen.de
> unter "Verteiler" und lösche diese Adresse:
> "abueromd-bln@nwbb.org" oder klicke einfach auf den folgenden Link:
>
> -
http://www.ab-mittelhessen.de/cgi-bin/verteiler.cgi?job=delete&email=abuerom
d-bln@nwbb.org
>
>
> Danke für Ihr Interesse!
>
>