Bei unserer Aktion in Landkreis Marburg-Biedenkopf am 22.3.2003 fanden wir auf dem Bahnhof Kirchhain massenweise nazistische Hetze. 50 m weiter befindet sich der Polizeiposten Kirchhain. Auffällig ist die Ähnlichkeit der SS-Rune rechts unten mit der Wolfsangel in Kirchhain. Nur ein Punkt zwischen den SS-Haken fehlt, um eine Wolfsangel herzustellen. Mensah-Schramm fotografierte und putzte den Schmutz weg. Da sich derartige Hetze nicht beliebig wiederholen soll, erstattete sie Anzeige: |
Mit Anzeigen macht man sich bei der Obrigkeit unbeliebt. Polizei-, Justiz- und Verwaltungsfürsten versuchen immer den Eindruck zu erwecken, sie hätten alles prima im Griff.
So verkündigte der hessische Innenminister
Volker Bouffier den Verfassungsschutzbericht
2002: "Rechtsextremismus geht zurück ...
Hessen ist kein Tummelplatz für Rechtsextremisten ... Militanter
Islamismus gefährdet Sicherheit in Hessen."
(Quelle: Oberhessische Presse vom 28.5.2003)
Wahrscheinlich hat Bouffier den Kirmes-Osama
als garantiert echt islamisch eingestuft. Warum muss Volker Bouffier
Innenminister sein? Warum kann er nicht seiner wahren Begabung
folgen und als Märchenonkel von Kirmes zu Kirmes ziehen?
Normalerweise verschwinden Anzeigen wie die Mensah-Schramms im Nirwana
von Polizei und Justiz. Ich muss in solchen Fällen immer erst das
Justizministerium in Wiesbaden anschreiben und wiederholt nachfassen.
Die Bestätigung der Anzeige durch den Magistrat von Kirchhain ist
daher positiv zu werten.
Es ist ein Märchen, wenn Polizei- und Justizsprecher
behaupten, sie könnten Nazi-Delikte nicht verfolgen, weil
die Täter nicht bekannt seien. Fest steht nur, dass bei den
Untersuchungen dieser Behörden auffällig wenig
herauskommt. Wenn allerdings Privatleute Nazi-Täter
ausfindig machen, geben sich Polizei und Justiz viel Mühe
solche Täter straffrei zu stellen. Dazu
Peter Briody's Report
und die Strafanzeige des BSR.
Beliebig viel Zeit haben Polizei und Staatsanwaltschaft, wenn
Wahlkampf-Plakate führender CDU-Politiker beschmiert worden
sind.
Nazi-Delikte werden so dreist unter den Teppich gekehrt,
dass ich die dafür verantwortlichen Polizisten und Juristen
ins Gefängnis wünsche.
Von der Staatsanwaltschaft Marburg kam schließlich nur der
übliche Computerausdruck, siehe links.