Jahrhundertelang war Amöneburg die katholische Spitze gegen das protestantische Marburg. Amöneburg ist heute katholischer (und noch scheinheiliger) als Passau. Weiblicherseits gewichtigste Würdenträgerin ist die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft.
Dieses Foto zeigt nicht die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft,
sondern ihren jüngeren Sohn. Klicken sie hierauf um zu erfahren, wie sich dieser Sohn betätigt.
Auch diese Fotos zeigen nicht die Vorsitzende der Katholischen
Frauengemeinschaft, sondern ihren älteren Sohn.
gott sei dank bin ich atheist An einem seiner Auftritte können Sie sich erbauen, wenn Sie hierauf klicken. Beide Söhne haben extrem katholische Namen: Martin und Franz-Josef, finden diese Namen aber total ankuhl. Sie lassen sich deshalb Morton und Banjo nennen. Morton bezeichnet sich als Schädlingsbekämpfer, während Banjo nach eigenen Angaben Bankkaufmann jetzt Hilfskraft ist. Vier Nummern kann Franz-Josef verrichten: |
1) Sich betrinken und herumpissen
Z.B. am 11.11.2003 um Mitternacht.
Bild links: Franz-Josef zieht am 10.11.2003 um 19:03 zum Amöneburger Marktplatz, wo der katholische Sankt-Martins-Umzug stattfindet, eigentlich ein Laternenfest für kleine Kinder. Dort wird Glühwein verkauft. Bild rechts: Franz-Josef kehrt am 11.11.2003 um 0:26 zurück. Er hat sich ein paar Meter bergaufwärts ausgepinkelt. Er hat diesmal das Haus der Nachbarn mit meinem verwechselt, weil er zu betrunken war. Links neben seinen Füßen rinnt sein Urin. Jetzt fummelt Franz-Josef am Hosenschlitz und streckt die Zunge raus. Ich darf mich glücklich schätzen, wenn Franz-Josef so betrunken ist, dass er sich bei den Nachbarn entleert und - gottlob - meine Haustür nicht trifft. |
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2) Klingelstreiche verüben
Z.B. am 6.9.2002 nachts um 1:01.
Banjo geht auf die fünfzig zu. Mit Schikanen dieser Art soll getestet werden, wie viel das Opfer sich gefallen lässt. Gehen mehrere solcher Delikte straflos durch, muss mit durchschlagenden Gewalttätigkeiten gerechnet werden. |
Z.B. am 2.8.2003 nachts um 1:05.
Banjo liebt neckische Tieschörts: BONGO, gott sei dank bin ich atheist, MERTENS10. |
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3) Den Mittelfinger zeigen
Z.B. am 12.9.2003 nachts gegen halb zwei.
Franz-Josef fühlte sich vor Strafverfolgung dermaßen sicher, dass er vor den Überwachungskameras regelrecht posierte. Die drei ersten Nummern, die Franz-Josef unermüdlich abzieht, beglaubigen seine Intelligenz. Banjo - Repräsentant der deutschen Elite. Doch Franz-Josef kann noch mehr. Franz-Josef lässt von sich erzählen, er habe als Devisenhändler so viel Geld gemacht, dass er nie wieder werde arbeiten müssen. Quelle: Anders Arendt, derzeit Bürgermeister in Amöneburg. Arendt stammt auch aus dem Bank-Gewerbe.
Wie hat Franz-Josef sein Geld verdient?
War er immer ganz ehrlich?
Franz-Josef hatte sich wieder einmal ausgepinkelt
und dabei meine Haustür getroffen. Im Bild
unten (MERTENS10) sieht man es daran, dass Franz-Josefs
Urin rechts neben seinen Füßen abläuft.
Da Franz-Josefs Bruder Martin in den Monaten zuvor
ausgiebig randaliert und öffentliches Aufsehen
erregt hatte, hielt es die Justiz für ratsam Franz-Josef
einen Prozess, den sogenannten Pinkel-Prozess, zu machen:
Nun guckt mal her; wir, die Justizangehörigen, tun
ja doch was; sogar in Bagatell-Angelegenheiten werden wir
rechtsstaatlich tärig.
Im Pinkel-Prozess wurde offenbar, dass Franz-Josef noch
eine Fähigkeit besitzt:
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4) Steuern hinterziehen
Angeklagt ist Franz-Josef G., geb. 06.07.1958, wohnhaft im Kesseltrisch
in Amöneburg. Er ist gelernter Bankkaufmann und jetzt Aushilfskraft
in der Gastronomie. Er verdient netto 540,- Euro im Monat. Er ist ledig und
wurde schon wegen versuchter Einkommenssteuerverkürzung
verurteilt. Sein Rechtsanwalt ist Dr. Ziegler.
Er ist angeklagt wegen Beleidigung und Sachbeschädigung durch
Urinieren gegen die Haustür von Dr.Ulrich Brosa, Amöneburg,
am 09.08.2002. An der Strafverfolgung besteht öffentliches Interesse,
teilt der Staatsanwalt mit. Ein Fernsehteam macht während der
Verhandlungspause Interviews. Der Zuschauerraum ist bis auf den
letzten Sitzplatz besetzt.
Ulrich Brosa entdeckt am 09.08.2002 gegen 23 Uhr 30 eine Urinspur,
die von seiner Haustür in seinen Flur reicht. Da er eine
Überwachungsanlage besitzt, prüft er seine Aufnahmen.
Er sieht einen Mann als Täter, kann ihn aber noch nicht identifizieren.
Brosa erstattet Anzeige gegen Unbekannt. Brosa berichtet, dass es mehrere
Vorfälle gab, bei denen er geschädigt wurde. Am 09.08.2002 durch
die Urinattacke, am 25.08.2002 Übergriff durch Andreas K..
Andreas K. konnte identifiziert werden und bekam eine namentliche Anzeige.
Zellstofftücher, mit denen Brosa den Urin beseitigte, hatte er zur
Genanalyse der Polizei mitgegeben und behielt aber noch einen Rest.
Die übergebenen Zellstofftücher wurden ohne Auswertung
von der Polizei vernichtet. Im März 2003 erfolgte eine namentliche
Anzeige gegen Franz-Josef G.
Brosa hatte Schwierigkeiten mit vielfachen Lärmbelästigungen
vor seinem Haus und Sachbeschädigungen an seinem Haus. Urheber
seien wohl mehrere "mobartige" Gruppen in und aus der Gegend von
Amöneburg.
Es wird Polizist Herguth als Zeuge gerufen. Er hat mit der Urinattacke
nichts zu tun, berichtet aber von dem Vorfall bei dem Brosas
Haustür mit einer Axt eingeschlagen wurde. Fotoaufnahmen werden
von diesem Vorfall angeschaut. Da der Angriff im Winter nach frischem
Schneefall erfolgte konnten die Fußspuren zum Kesseltrisch
zurückverfolgt werden.
Der Polizist Wilke sagt aus zu dem Vorfall am 09.08.2002 mit der Urinattacke.
Die Wohnung von G. wurde durchsucht und 2 Kleidungsstücke,
T-Shirts "MERTENS10" und "gott sei dank bin ich atheist",
wurden beschlagnahmt, die Brosa durch seine Überwachungsanlage
erkennen konnte und beschrieben hatte.
Die Verteidigung von Franz-Josef G. meint, dass Ulrich Brosa wegen
"Aversionen" gegen die Amöneburger womöglich woanders
den Urin gesammelt haben könnte, z.B. nachdem Franz-Josef G.
in einer Toilette oder in ein Pissoir uriniert hatte. - Diese Aussage des
Rechtsanwalts erschien mir sehr an den Haaren herbeigezogen und fast
unglaublich. – Der Rechtsanwalt der Verteidigung beantragt die
Rückweisung des "untauglichen" Beweismittels Gentest zur
Identifikation und weist dabei auf die Verhältnismäßigkeit hin.
Hier brechen meine Aufzeichnungen zum Prozess ab.
Abschließend möchte ich sagen, dass der "Pinkelprozess" in der
Öffentlichkeit als eine Lappalie erscheinen muss, wenn man bedenkt,
was vorher schon passierte. Man könnte den Prozess für einen
Witz halten, wenn man nicht wüsste, daß Brosas Haustür
bei einer massiven Axtattacke eingeschlagen wurde.
Die Anklage in der Sache wurde damals von
Richter Laudi
zurückgewiesen! Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal.
Als Prozessbeobachter im Fall
Bergstedt und Neuhaus
in Gießen fällt mir auf, dass Sachbeschädigungen viel
schwerer geahndet und bewertet werden als Bedrohungen an Leib und Leben,
wie sie Brosa in Amöneburg erleben musste.
Dragan Pavlovic, Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union
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Martin und Franz-Josef wohnen immer noch in der Reichweite ihrer kirchlich engagierten Mutter, der Vorsitzenden der Katholischen Frauengemeinschaft. Bessert der Katholizismus die Menschen? Fördert er die Aufrichtigkeit?