Dr. Edmund Haferbeck hat Briefe wie den folgenden auch an diverse Leitende Oberstaatsanwälte geschrieben, allerdings meist mit mehr Einzelheiten. Er hat auch Strafanzeige gegen eine Reihe von Justizangehörigen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung erstattet. Im folgenden Brief fasst er zusammen:
Hessens Justiz ist marode, teilweise kriminell, in jedem Fall in Teilen totalitär eingestellt.Dr.Haferbeck hat mehrere Dutzend Akten aus der Staatsanwaltschaft Marburg eingesehen.
Rechtsanwalt Döhmer hat bis zu der Zeit, an der die folgenden E-Mails und Briefe schrieb, siebzehn Akten der Staatsanwaltschaft Marburg eingesehen.
Von: ""Tronje Döhmer"" <trodi.ha@t-online.de> An: <info@zXXXXXXXXXXXXXXX.de> Cc: "Ulrich Brosa" <brosa-gmbh@t-online.de> "Franz-Josef Hanke" <landessprecher@hu-hessen.de> Betreff: Rechtsradikale Polizisten in Hessen Datum: Donnerstag, 15. März 2007 15:52 * Rechtsanwaltskanzlei Tronje Döhmer, Bleichstr. 34, 35390 Gießen * * Telefon 0641-97579-0 oder 0171-6205362 - Telefax 0641-97579-31 * * http://www.kanzlei-doehmer.de * trodi.ha@t-online.de * Sehr geehrte Damen und Herren, soeben lese ich einen Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 15.03.2007 über die Bewacher des Herrn Michel Friedmann. Es soll sich zum Teil um rechtsradikale Polizisten handeln. Aufgrund der Bearbeitung eines Falles in Mittelhessen habe ich den Verdacht, dass das kein Einzelfall ist. Neonazis und Rechtsradikale haben scheinbar innerhalb der Hessischen Polizei, der Staatsanwaltschaften und der Justiz ein nicht gerade schwaches Netzwerk aufgebaut, um sich wechselseitig zu fördern. Ausgangspunkt dieses Verdachtes ist das Schicksal eines in der Nähe von Marburg lebenden Physikers, der von den Mitgliedern - u.a. Lehrer und Bankangestellte - des Vereins "Berger 88" bedroht und attackiert wird. In den Akten fand ich Anhaltspunkte für mindestens 17 rechtsradikal motivierte Straftaten, darunter auch Gewalttaten, die zum Nachteil des besagten Physikers begangen worden sind. Führendes Mitglied dieses Vereins ist bzw. war der Sohn eines Polizeibeamten. Die Taten werden nicht bzw. nur halbherzig verfolgt. Stattdessen versuchen die Strafverfolgungsbehörden, den Physiker mit gegen ihn gerichteten Verfahren mundtot zu machen. Der Physiker wird derzeit - soweit ersichtlich - nur von der Humanistischen Union in Marburg unterstützt. MfG D Ö H M E R Rechtsanwalt PS: In Wetzlar gibt es den Verein "Pro Polizei". Einige Mitglieder stehen im Verdacht, rechtsradikal und ausländerfeindlich zu sein sowie der NPD nahe zu stehen.Rechtsanwalt Döhmer hat seinen Befund auch dem hessischen Ministerium der Justiz mitgeteilt:
Es besteht zumindest ein Anfangsverdacht an einer unheiligen Verquickung zwischen der rechtsradikalen Szene, den Polizeibehörden und den zuständigen Strafverfolgungsbehörden.RA Döhmer erwähnt zudem einen Scherz, den einheimische Justiz- und Polizeiangehörige gern machten, wenn sie mir Schläge oder Demütigungen verpassen wollten: Sie luden mich zu Terminen wie der Reichspogromnacht (9.11.) oder Hitlers Geburtstag (20.4.) vor.