Marburger Uni: Die Vertreibung der intellektuellen Elite

Affinität zum Nationalsozialismus ist eine monoton wachsende Funktion der Verblödung. Die Neue Züricher Zeitung brachte folgendes Beispiel:


Die Vertreibung der intellektuellen Elite.
Das Beamtengesetz vom 7. April 1933 und seine Folgen.

1933...Auch Professor Hermann Jacobsohn, Sprachwissenschaftler an der Philipps-Universität in Marburg ..., ist vom Beamtengesetz betroffen. Zwei Tage nach seiner Entlassung geht er zum Südbahnhof ... und wirft sich vor einen Zug...

2001 ... Die Universität Marburg reagiert nicht auf den Suizid. Schließlich organisieren seine Enkel Anselm und Maria eine Ausstellung, die Leben und Wirken ihres Großvaters dokumentiert... Als Maria und Anselm zum Auto zurückkommen, ist es mit Davidsternen und Hakenkreuzen beschmiert.

Quelle: NZZ Nr.158 vom 11.7.2003, S.12

Hermann-Jacobsohn-Weg in Marburg Einige Zeit später wurde in Marburg eine kleine Nebenstraße in "Weg des schlechten Gewissens" umbenannt, siehe links.

In Amöneburg gibt es sogar eine Straße des schlechten Gewissens. Sie heißt "Dr.-Max-Ehrenpfordt-Straße". Ehrenpfordt ist ein typisch jüdischer Name. Amöneburg war ab 1942 judenrein.

Etwa 1998 wurden auf dem jüdischen Friedhof in Neustadt-Momberg, ein paar Kilometer von hier, Grabsteine teils umgestoßen, teils mit riesigen SS-Zeichen beschmiert. Der Vorfall wurde in internationalen Medien nicht erörtert. Die Täter wurden nicht ermittelt.

Ohne Korrektur von außen wuchert der Nationalsozialismus hier unbeschränkt. Eine besonders negative Rolle spielen dabei Polizei und Justiz. Die Universität mit ihrem riesigen Fachbereich für Rechtswissenschaften bildet - höflich formuliert - kein Gegengewicht. Die meisten Profs geben Unkenntnis über die Rolle der Philipps-Universität im Dritten Reich vor und lassen durchblicken, es sei unter ihrer Würde sich mit den Auswirkungen auf die Gegenwart auseinanderzusetzen.

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