Sobald das Grölen betrunkener Männer und das Kreischen betrunkener Frauen durch die engen Gassen gellt und es plötzlich kracht und splittert, fühlt man zutiefst die Idylle des Landlebens. Mit Terror muss man in Amöneburg immer rechnen. Beim Kirchweihfest aber läuft innerhalb von Stunden das ab, was sich sonst auf Wochen verteilt.
|
Dieser vermummte Kirmes-Osama attackierte am 25.8.2002 kurz
vor 23 Uhr meine Haustür. Nachdem er dort keinen Durchbruch
geschafft hatte, versuchte er die Kellerfenster einzudrücken
und an der Fassade hochzuklettern. Er riss im Garten
der Nachbarn Pflanzen aus, zerfledderte sie und garnierte mit den
Fetzen meine Haustür. Zwischendurch lief er
vor dem Haus hin und her und suchte nach den
Überwachungskameras. Schließlich kletterte er
am Regenrohr hoch und riss eine Kamera runter. Da sah ich
den blauen Bildschirm, ging raus, verjagte Kirmes-Osama und
schaute mich nach seinen Komplizen um.
|
|
|
Vorher aber hatte Kirmes-Osama sein Gesicht gezeigt. Er glaubte
wohl, er befände sich außer Reichweite.
Die Kameras an meinem Haus sind sehr empfindlich.
Sie brauchen kein Blitzlicht. Das runde Licht rechts unten stammt
von der Glut einer Zigarette. Die Randalierer merken nicht,
wenn sie gefilmt werden.
Kirmes-Osama ist mir und der Polizei seit dem 12.5.2002 bekannt. Er war der Kumpan des Schlägers Morton. Ich hatte Kirmes-Osama gehindert sich davonzumachen und dafür gesorgt, dass die Polizei seine Personalien aufnahm. Obwohl die Behörden wussten, wer Kirmes-Osama ist, und obwohl seit dem 12.5.2002 fast jede Woche einmal an meinem Haus randaliert wurde - ebenfalls mit Wissen der Behörden - , durfte Kirmes-Osama am 25.8.2002 sein Unwesen fortsetzen. Dieses Bild beweist einmal mehr, wie gut die innere Sicherheit bei unseren Behörden aufgehoben ist. Am 25.8.2002: Als Kirmes-Osama getürmt war, rief ich die Polizei an und wartete, bis sie kam. Ich ließ die Beamten den Schaden besichtigen und einen Strafantrag ausfüllen. Dann holte ich die Leiter und reparierte. Kirmes-Osama hatte Kamera und Gehäuse mit seinem Blut bespritzt. |
|
Ich war noch nicht lang damit fertig, als gegen 1 Uhr nachts
ein Komplize erschien. Wem das dreieckige Gesicht bekannt
vorkommt, irrt sich nicht. Dieser Typ ist ein Bruder des Schlägers
Morton. Er lässt sich
Banjo nennen. Auch Banjo hatte hier am Haus schon
geschmutzt. Ich hatte zum 9.8.2002 Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Herausbekommen hat die Staatsanwaltschaft nichts - wie immer.
Banjo durfte weitermachen.
|
|
Banjo inspizierte den Hauseingang. Er zeigte sich enttäuscht, als er
feststellen musste, dass die Kamera schon wieder funktionierte.
Dann trollte er sich. Mutter Natur hat den Banjo, genauso wie den Kirmes-Osama, schon früh zum Skinhead berufen. Banjo trug ein Hemd mit der Aufschrift gott sei dank bin ich atheist. Er führt uns vor Augen, wie verlogen das Kirchweihfest ist. Na klar sind alle besoffen. |
|
Eine Nacht später, am 26.8.2002 kurz vor Mitternacht, kreuzten die
nächsten Vermummten auf. Trotz Vermummung haben auch sie
ein prima Gesichtsbild hinterlassen. Damit alle, die sich im Landkreis
auskennen, Bescheid wissen: Der Typ links gibt sich als
Versicherungsvertreter. Ein dickliches Männlein, das sich als
Held aufspielen wollte, nachdem andere straflos randaliert hatten.
Selbst wenn es solchen Typen nicht gelingt, etwas zu zerstören, ist ihr vermummter Auftritt vor einem Haus, an dem sich der Mob schon ausgetobt hat, nicht ganz harmlos. Teilnahme an Ausschreitungen des Pöbels, auch Mitläuferei, wird im deutschen Recht als Landfriedensbruch bestraft (§ 125 StGB). Personen, die sich daran beteiligen, sollten sich nicht darauf verlassen, dass die Justiz sie ewig decken kann. |